Berichte

Die DJK-Wanderabteilung berichtet über die Herbstwanderung 2 0 1 6

weiter auf dem

J A K O B S – P I L G E R W E G 1  „VIA COLONIENSIS" von Köln nach Trier.

Nachdem wir die beiden Pilgerwege OSNABRÜCK-WUPPERTAL und WUPPERTAL-AACHEN erfolgreich beendet haben, sollen nun die Wanderungen auf der „Via Coloniensis" (Start in Köln und Ende in Trier) das Pilgern in Deutschland vorrst beenden.

Das erste Wochenend-Teilstück begann in Köln und führte über Hürth, Brühl und Weilerswist nach Lommersum. Irgendwann erreichen wir dann Trier, den Ausgangspunkt unserer ja bereits begonnen 3-jährigen Buspilgertour nach Santiago de Compostela.

Leider konnte ich auf Grund einer Schulteroperation an der Wanderung nicht teilnehmen und kann deshalb darüber auch keinen Bericht schreiben.

Dies hat freundlicherweise Paul Weber (ein neues Mitglied unserer Truppe) spontan übernommen. An dieser Stelle noch einmal recht herzlich Dank für den nachfolgenden Bericht.

Mit der Wanderabteilung der DJK-Heisingen auf Extratour

Wanderabteilung- dieses Wort steht für Organisation, Kompetenz und Gemeinschaft.

Und in der Tat . Akribisch geplante Touren (in den letzten Jahren auf dem Jakobs-Pilgerweg) gehen auf alle Bedürfnisse der Mitreisenden ein. So gibt es gut zu bewältigende Wegstrecken mit unterschiedlichen Anforderungen, die bei Bedarf auch mal mit dem Reisebus übersprungen werden können.

Mit Spannung warteten wir auf die Ausarbeitung für die Herbstwanderung 2016 und wurden nicht enttäuscht. Norbert Poschmann und Dieter Hofmann hatten wieder ganze Arbeit geleistet, die wohl jeder Wanderer dankbar honoriert, wenn Frühstück, Abendessen und Hotelbetten bereitstanden. Leider vermissten wir (krankheitsbedingt) Dieter Hofmanns meist lockere und humorvolle Bemerkungen.

Die Wanderabschnitte führten zu kleinen und großen Sehenswürdigkeiten, die während des Wanderns immer Gesprächsstoff lieferten.

Aus unserer Sicht waren die Spuren der Römer und die Besichtigung (Führung) von Schloß Augustiusburg die Highlights.

Während der Hl. Messe in St. Johannes Babtist in Kendenich hatten wir Gelegenheit, um Beistand für den 2. Wandertag zu bitten. (Es gab schon einige Blasen, die vor besonders dem Asphaltlaufen geschuldet waren.) Hervorheben müssen wir die Ruhe und Geduld des Busfahrers, mit denen er die haarsträubenden Passagen z.B. durch Walberberg meisterte (teilweise Millimeterarbeit im wahrsten Sinne des Wortes). Darüber hinaus lernten wir ihn als angenehmen Gesprächspartner z.B. über kulturelle Dinge kennen.

Als sehr effizient empfanden wir auch das gemeinschaftliche „Anpacken" zum Picknick. Im Handumdrehen waren Tische und Bänke aus dem Reisebus aufgebaut, und fleißige Hände schnitten Brötchen auf, wärmten Suppen und Würstchen. All das fand in einem Hof einer Kleinbrauerei statt, die auch das nötige Kölsch führte.

Zusammenfassend fand wieder eine gelungenen Herbstwanderung statt, zu der wir als Gastwanderer nur mit den Worten unserer Großmutter sagen können: „Wenn euch Leute mitnehmen tun, macht keine Fiesematentens, un sacht am Ende Danke fürse.

Paul W.Weber

 

JAKOBSWEGE IN FRANKREICH       2. Bus-Pilgerreise von Le Puy-en-Velay nach St.-Jean-Pied-de-Port

vom 30. April – 12. Mai 2016 -kleiner KURZBERICHT

1. Tag (Sa. 30.04.2016)    Ein Tag mit ganz viel Wasser von oben.

Am heutigen Morgen regnete es, als wir gegen 7:00 Uhr in Essen-Heisingen zu unserer 2. Pilger-Tour auf dem Weg nach Santiago de Compostela aufbrachen. Wiederum mit dem Reisebus der Firma Extra-Tour aus Köln und dem Wunschfahrer „Wille" Backes am Steuer. Von Stunde zu Stunde regnete es immer stärker und im Bereich Luxemburg schüttete Poseidon alles vom Himmel, was er wohl seit Jahren so heimlich angestaut hatte.

(Wanderwart Dieters Kontaktmann Celsius und dessen Boss Petrus waren erst am Nachmittag von einem internen Himmelstrip zurück) Nur deshalb am 1. Reisetag dieses Mistwetter, Sauwetter, Sch…wetter. Über Luxemburg, Metz und Dijon erreichten wir am Nachmittag unser erstes Tagesziel:

Macon. Endlich auch kein Regen mehr, und am Hotel begrüßten wir unserer Reiseleiter Gottfried Wiedemer, der uns die folgenden fast 2 Wochen führen sollte. Wir kannten ihn von unserer 1. Frankreich-Pilgertour und hatten ihn in guter Erinnerung. Noch vor dem Abendessen führte er uns durch die Altstadt zur steinernen Brücke über die Saóne und zur Ruine der alten Kathedrale St.Vincent-le-Vieux.

2. Tag (So. 01.05.2016)  Ein kalter Tag mit Schnee und Sonnenschein.

Abfahrt 8:30, auf der Autobahn ohne Stau durch Lyon (kannten wir von der 1. Tour) und vorbei an St. Etienne zum Marien-Wallfahrtsort Le Puy-en-Velay.

Inzwischen schien die Sonne, und im Schweiße unserer Angesichter mühten wir uns über die nicht enden wollenden Treppenaufgänge hinauf zur

Cathédrale Notre-Dame de I `Annonciation, dem Ausgangspunkt des Jakobsweges Via Podiensis nach St.-Jean-Pied-de-Port am Fuße der Pyrenäen. Auf einem mächtigen Lavafelsen über der Kathedrale, die wuchtige 16 m hohe Marienstatue mit Kind. Gegossen aus im Krimkrieg (~1860) erbeuteten russischen Kanonen. Unweit davon entfernt, die auf einem Vulkanschlot erbaute Kirche Saint-Michel-d’Aiguilhe (St.-Michael-auf-der-Nadel).

Auf der Weiterfahrt die Überraschung. Schneebedeckte Landschaft ab 1000 m. Kurz vor Saugues tanzten die Schneeflocken um die hölzerne Bestie von Gèvauda, es war kalt. In Saugues trafen wir an der Kirche Saint-Médard - frosterprobte Pilgerinnen aus Bonn und Essen.

Vorbei an den traditionellen Steinhütten der Auvergne kamen wir nach Rodez (3 Nächte). Tolles Nacht-Panorama auf Rodez von der anderen Talseite.

3. Tag (Mo. 02.05.2016)  Viele spektakuläre Fotos.

Ausflug in die Tarn-Schlucht und ab Malène bis Les Baumes eine Bootsfahrt auf dem Fluss, dessen steile Felswände bis zu 750 m in die Höhe ragen. Maximal 7 Personen in einem Boot, auf glasklarem Wasser und durch enge Flusspassagen bei strahlendem Sonnenschein; für alle ein unvergessliches Erlebnis. Danach mit dem Bus auf einer kurvenreichen Straße weiter. Mit vielen Tunnels und über-hängenden Felswänden und vorbei an in Hänge geklebten Bergdörfern und immer wieder an exponierten Stellen Burgen oder festungsähnliche Gebäude. Bei Millau öffnet sich das Tal und wird hier vom Viadukt de Millau überbrückt, der längsten (2460 m) und höchsten (343 m) Schrägseilbrücke der Welt, die wir zuerst unterfahren und dann überquert haben.

Rückfahrt nach Rodez mit Besichtigung der Kathedrale und der Altstadt.

4. Tag (Di. 03.05.2016)  Im oberen Tal des Lot viel UNESCO-Kulturerbe

Heute war das obere Lot-Tal im Programm. Zuerst nach St. Còme d´Olt mit seinen fotogenen en-gen französischen Altstadtgässchen und der Kirche mit gedrehtem Turmhelm und der Lot-Brücke.

Danach die abseits in einem grünen Tal gelegene kleine Kirche St. Pierre de Bessuejouls (mit enger Treppe nach oben) und von hier aus eine 4,5 km Pilgerweg-Wanderung nach Espalion mit anschließendem Picknick und Besichtigung der Perse-Kirche.

Weiterfahrt nach Estaing, prämiert als eins der schönsten Dörfer Frankreichs. Vom Fluss aus ein wunderschöner Anblick: die historische Brücke über den Lot, das fotogene Städtchen und dem darüber thronenden Chàteau d‘ Estaing (ab 11. Jahrh.) – Schlossbesichtigung.

Auf den Spuren der Jakobspilger über Entreaygues nach

Conques, romanischen Abteikirche Sainte-Foye, das sehenswerte Tympanon Weltgericht, Tresor und Lumière du Roman, und die alte Pilgerbrücke über den Lot, alles Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

5. Tag (Mi. 04.05.2016)   Hieroglyghen und Heiligtum in der Felswand

Wir verlassen Rodez und erreichen gegen 10:00 Figeac, dem Geburtsort des Hieroglyphen-Entzifferers Jean-Francois Champollion. Im Museum: Alle Schriften der Menschheit auf Stein, Holz 42 oder Papier verewigt und auf dem Hinterhof zwei beeindruckende riesige Gesteins-Platten voller Schriftzeichen. Altstadtspaziergang und Mittagszeit.

Der Nachmittag gehört Rocamadour (Weltkulturerbe), einem in eine Felswand gebauten Wall-fahrtsort zu Ehren der schwarzen Madonna von Rocamadour. Unten das Dorf, in der Mitte die heilige Stadt mit 7 Gotteshäusern und obenauf das Burgschloss. Nicht zu vergessen das in eine Felswand gerammte Schwert des Roland. Durch Standseilbahn oder Lift alles gut erreichbar.Tolles Wetter. Zeit genug für Kaffe/Kuchen, Eis oder Shopping. Übernachtung 3 x in Cahors.

6. Tag (Do. 05.05.2016)    Treidelpfadwanderung und Höhlenmalereien

Stadtrundgang in Cahors. Römische Brücke Pont Valentrè, Kathedrale St. Etienne, Rue Daurade mit Fachwerkhäusern von 13oo, Apsis des römischen Tempels Arc de Diane.

Mit dem Bus den Lot aufwärts nach Bouziès und ca. 5 km Wanderung auf dem in die überhän-genden Steilfelsen gehauenen Treidelpfad des Lot nach St.Cirq-Lapopie. Spätes Picknick am Bus.

Um 16:00 Besichtigung der Höhle von Pech Merle, mit ihren 20.000 Jahre alten altsteinzeitlichen Höhlenmalereien.

7. Tag (Fr. 06.05.2016)     viel Wind und Wasser am Fluss.

Unser Busfahrer „Wille" hat heute seinen gesetzlich vorgeschriebenen Ruhetag. Das Bus-Unternehmen Raynal ist für uns ½ Tag unterwegs. Zuerst nach Moissac zur Benediktiner-abtei St. Pierre de Moissac mit einem sehenswerten Tympanon über dem Haupteingang und einem beeindruckenden Kreuzgang. In der Kirche ist gerade eine Totenmesse.

Weiterfahrt und Suche nach einer Bus-tragfähigen-Brücke über die breite Garonne, um wieder flussaufwärts zur Mündung/Zusammenfluss von Tarn und Garonne zu kommen. Das war jedoch nicht so toll, wie die Reiseplaner es sich vorgestellt hatten. Sehr viel Wasser, viel Wind und viel Pappelsamenflug; allerdings - Ruhe zum Ausspannen. Zurück nach Cahors – ½ Tag Freizeit.

8. Tag (Sa. 07.05.2016)     Pilgerroute und Unfall 43

Heute folgen wir zum größten Teil der Route des Jakobsweges. Zuerst sind wir in Lectoure in der alten Bischofskirche. In La Romieu treffen wir nicht auf die aus vielen Fenstern schauenden Katzen (wir haben kaum welche gesehen), die einst, der Geschichte nach, damalige Belagerer zum Abzug bewegt hatten (Angeline und ihre Katzen). In Condom kommen wir wegen einer Festlichkeit nicht in die Innenstadt und fahren deshalb weiter zur Römervilla bei Seviac. Besichtigung der Aus-grabungen mit schönen Bodenmosaiken. Und außen herum: üppige Gladiolenbeete in allen nur erdenklichen Blüten-Farben.

Kurz nach 15:00 sind wir in einen Unfall verwickelt worden. Wille wollte gerade ein langsam fahrendes Wohnwagen-Gespann überholen, als ein PKW mit überhöhter Geschwindigkeit noch links an uns vorbei schoss. Er überholte uns, brach nach rechts aus, tickte vor einen Baum und dann vor die rechte Seite des nun vorbeifahrenden Busses, und blieb dann sich überschlagend hinter uns liegen. Nur durch seine umsichtige Fahrweise konnte Wille vermeiden, dass der Bus nicht von der Fahrbahn geriet und wir deshalb nicht in dem Straßengraben schlidderten.

Die Vernehmung und Unfallaufnahme durch Polizei und Krankenfahrzeuge dauerte ca. 3 Stunden. Verspätet kamen wir in Lourdes an, wo wir 2 x übernachteten.

9. Tag (So. 08.05.2016)    Nebelregen als Wanderungstöter und Lichterprozession

Um 9:30 besuchten wir die internationale hl. Messe in der unterirdischen Basilika St.Pius X. Gefeiert mit 75 Geistlichen, darunter 4 Bischöfe. 70 Priester teilten für die ca. 4000 Besucher die Kommunion aus. Alle Gebete wurden in 5 Sprachen gesprochen, darunter auch deutsch. Nach der Messe sprach ich mit mehreren Teilnehmern unserer Gruppe, die allesamt von der Messe sehr beindruckt waren. Danach hinüber zur Erscheinungsgrotte, wo ebenfalls eine hl. Messe gefeiert wurde und natürlich auch zu den „Brunnen" mit dem heilbringenden Quellwasser. Jeder hatte nun etwas Zeit, um sich die gesamten Kirchenanlagen anzusehen. Am Abend ging es zur denkwür-digen Lichterprozession, die täglich auch bei Wind und Wetter durchgeführt wird.

Ein ergreifendes Erlebnis.Zwischendurch jedoch hinauf zum Cirque de Gavarnie, einem hoch gelegenen Felsenkessel mit spektakulärem Wasserfall am Fuße der Pyrenäen. Je näher und höher wir jedoch mit dem Bus kamen, desto schlechter wurde das Wetter. In Lourdes schien noch die Sonne, dann bezog sich der Himmel und schließlich hatten wir regnerisches Nebelwetter. Zudem war die unbefestigte Straße gesperrt und die Sicht durch den Nebel behindert. Die geplante Wanderung fiel aus.

10. Tag (Mo. 09.05.2016)      Endstation „Via Podiensis" und Atlantikluft

Es ist bewölkt, aber auch sonnig, als wir in Oloron-Sainte-Marie die gleichnamige romanische Kathedrale und ehemalige Bischofskirche besichtigen, einmaliges Westportal.

Weiter nach Hiriburia, wo wir wieder auf den Jakobsweg treffen. Ziel war hier der Stein von Gibraltar, an dem die 3 französischen Jakobswege „Via Turonensis", „Via Lemovicensis" und „Via Podiensis" aufeinander treffen. Hätten wir einem Bauer am Ortsrand geglaubt, dann wäre uns ein schweißtreibender Pilgerweg mit etwa 2,5 km auf die Höhe, wieder zurück, und links ab zum Ziel, erspart geblieben. (Mit dem Bus nur 300 m weiter, ca. 40 m von der Straße entfernt, da war er).

So richtig begeistert von dem ca. 1,5 m hohen grauen „Monument" war, nach der zurückliegenden Irr-Wanderung, wohl niemand von uns. Übrigens: Gibraltar hat nichts mit der britischen Enklave in Südspanien zu tun, sondern kommt von „Chibaltarem", mit der alten baskischen Aussprache „Salvatorem" (lat. Salvator) gleich: Heiland/Erlöser – also doch etwas kirchliches. Immerhin haben wir hier zwei deutsche Pilger getroffen, die nun auf den letzten Kilometern des französischen nun 3-fach-Jakobs-Pilgerweges unterwegs waren.

In Uhart-Mixe machen wir neben einem Pelota-Spielfeld mit Pelota-Wand Picknick-Pause. Ein typisch baskisches Spiel mit einem Lederball mit Holzkern, der, früher mit den Händen und später mit einer Korbschaufel, nach einer Bodenberührung auf die „gute" Fläche der Mauer zurück geschlagen werden muss.

Dann sind wir in Saint-Jean-Pied-de-Port, dem Ende des Pilgerweges „Via Podiensis". Und hier beginnt dann der weltweit bekannte, historische Jakobs-Pilgerweg „Camino Francés" nach Santiago de Compostela.

Eine gute Stunde reichte , um uns den beschaulichen baskischen Ort anzusehen. Foto-Highlight: das wuchtige Santiago-Tor mit der davor gelagerten Brücke über den Fluss Nive. Im der Pilgerinformation gab es den für diese Reise letzten Pilgerstempel in den Pilgerpass.

Um 16:30 sind wir am Hotel in Biarritz (1 Nacht). Die Strandpromenade an der Atlantik-küste (Golf von Biscaya) war in der Freizeit das Ziel aller Reiseteilnehmer. Dann das Spiel-Casino und besonders die schrundige Landzunge Rocher de la Vierge. Wir hatten Sonnenschein, aber mit aus Spanien drohend düster heranziehenden Gewitterwolken. Der Rückweg endete regnerisch.

Das Abendessen versüßte den abwechslungsreichen Tag: Eine kalte Suppe mit Salbei und Feta, Lachs mit Gemüsebeilage, zum Dessert Warme Ananas-Scheibe, Milchreis und Minze + 1 Expresso.

11. Tag (Di. 10.05.2016)    Die Rückfahrt beginnt - Höhlenmalereien

Um 6:00 Frühstück, um 7:00 Abfahrt, wir müssen schon um 12:15 an den Höhlen von Lascaux 45 sein. Trotz des verkehrstechnisch bekannten Nadelöhrs um Bordeaux herum, sind wir nahezu pünktlich in

Lascaux und können uns während einer 1-stündigen Führung die weltberühmten ca. 17000 Jahre alten Höhlenmalereien ansehen. Das allerdings nicht in der für Touristen gesperrten Original-Höhle, sondern in einer originalgetreuen Höhlen-Kopie des prähistorischen Wunder-werkes (nur ca. 200 m vom Original entfernt). Unglaublich saubere originalgetreue Nachbildungen der Höhle selbst und vor allem auch der Wand- und Decken-Malereien - fotografieren verboten.

Dann kam Sarlat-la-Canéda an die Reihe, ein Ort, der auch das französische Rotenburg ob der Tauber genannt wird. Ockergelbe Mauersteine prägen das Stadtbild. Selbst die groben Pflaster-steine in den engen mittelalterlichen Gassen sind teilweise gelb. Sehenswert waren: Kathedrale, Haus von le Boetie, Lanterne des Morts und vieles mehr. Alle bedauern, dass wir nicht länger bleiben können.

Es geht runter ins Dordogne-Tal, wo uns erneut das ockergelbe Baumaterial begegnet. In die steilen Uferfelsen hinauf gebauten Ortschaften führten zu begeisterten Ausrufen. Doch dann kam die Ernüchterung. Vor den High-Light-Ortschaften weiter flussabwärts hatten die französischen Ingenieure so schmale Brücken über kleine Nebenflüsse gebaut, dass unser Bus nicht hindurch passte. Also, die ganze Strecke wieder zurück und über Sarlat-la-Canéda nach Perigueux (1 Nacht).

Vor und nach dem Abendessen Spaziergang zur Kathedrale St. Front und durch die enge Altstadt mit einem Absacker in einer französischen Hinterhof-Gaststätte.

12. Tag (Mi. 11.05.2016)     Auf der Autobahn weiter nach Norden und Superschloss

Gegen Mittag sind wir in Poitiers. Leider müssen wir den Bus im Talbereich verlassen und quälen uns mühsam die unschönen Straßen hinauf, um uns die Kirche Notre-Dame-la-Grande anzuschauen. Mittlerweile hat es noch angefangen zu regnen. Trotzdem: Die Fassade und das Innere der Kirche waren wirklich sehenswert, ein Höhepunkt aquitanischer Romanik.

Das nächste Zwischenziel war das weiße Schloss Chenonceaux-sur-Cher. Ein über den Fluss Cher gebautes langgestrecktes Bauwerk mit einem 60 m langen und 6 m breiten Ballsaal. 18 übergroße Fenster lassen ausreichend Licht in den Saal und erlauben tolle Aussichten auf den darunter hindurch fließenden Fluss und seine Ufer. Der wuchtige Turm der Marques steht schützend vor der alten Zugbrücke, die hinüber zum Schloss führt. Der Blick von Katharinas Garten auf die gesamte Anlage ist am schönsten.

Gegen Abend erreichen wir Blois (die letzte Nacht). Vom Hotel „Holiday Inn" war es nicht weit zum Rathaus. Von der angrenzenden Park-Terrasse hatte man einen tollen Ausblick auf das Tal der Loire und das weiter rechts liegende Schloss Blois. 46

Hier verlässt uns Gottfried Wiedemer, weil bereits eine andere Reisegruppe in Straßburg auf ihn wartet. An dieser Stelle möchte ich mich bei Gottfried noch einmal recht herzlich für seine geleistete Arbeit bedanken. Ich habe ihn in den obigen Tages-Ablauf-Berichten selten erwähnt, aber er hat uns jeden Tag unermüdlich und überall mit seinem Fachwissen beeindruckt, vor allem über die kirchlichen Bauwerke – und ganz besonders die Tyranons ? oder Tümpajungs ? oder neeee - die Tympanons - ja, das waren seine Lieblingsobjekte. Bei den täglichen Routinearbeiten (Tourismus, Besichtigungen, Hotels, usw.) hat seine Erfahrung als Reiseleiter für problemlose Abwicklung gesorgt.

Er wird uns auch im nächsten Jahr erneut begleiten. 2017 geht es auf dem „Camino Francés" weiter. Dieser Pilgerweg beginnt im schon in diesem Jahr besuchten Saint-Jean-Pied-de-Port und endet in Santiago-de-Compostela. (Wir sind dann mal weg! – frei nach Hape Kerkeling).

13. Tag (Do. 12.05.2016)      wieder zuhause

Aufbruchstimmung. Es geht nach Hause - fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn.

Reiseroute: (Frankreich) Orleans, Paris, Cambrai, Valenciennes - (Belgien) Charleroi, Lüttich (Niederlande) Maastrich, Heerlen – (Deutschland) Mönchen-Gladbach, Düsseldorf, Essen.

Die gesamte Rückfahrt war eigentlich problemlos - - bis auf den Umfahrungsstau Paris -- und den Feierabendverkehr mit Baustellenschikanen bei Lüttich.

Wille kannte jedoch die Schleichwege.

Gegen Abend hatten wir Essen-Heisingen erreicht und insgesamt rund 3700 km zurückgelegt. Ich glaube, allen hat es gefallen; etwas müde, aber gesund und heiter.

PS: Die für 2017 geplante Pilgerreise nach Santiago-de-Compostela ist mit 36 Personen eigentlich ausgebucht. Maximal 2 Personen könnten noch teilnehmen (sonst wird die Gruppe zu groß).

Wer noch Interesse an der Flug/Bus-Reise hat -

Termin: Mo. 15. – Sa. 27. Mai 2017Telefonisch - Info: DJK 46 10 70 oder

Hofmann 43 75 55 70 oder Poschmann 58 44 68

 

Euer Wanderwart Dieter Hofmann

 

 

 

 

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